Projekt LernBauNet Sicherheit und Gesundheit im Hoch- und Tiefbau
LernBauNet ist eines von drei Projekten (die anderen zwei: Pro-Aktiv! und BeginnRegio) die im Rahmen der Bremer Landesinitiative „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ die Umsetzung der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) unterstützen. Ziele der Initiative sind vor allem, die Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen zu verringern, gegen Muskel- und Skeletterkrankungen sowie gegen Hauterkrankungen zu wirken. Bei der Umsetzung soll der zunehmende Einfluss von psychischen Belastungen berücksichtigt werden. Mit diesen Arbeitsschutzzielen orientiert sich die Initiative unmittelbar an den Zielen der GDA. Sie trägt damit zur Steigerung der Leistungs- und Anpassungsfähigkeit von Unternehmen (KMU) bei.
Die drei Modellprojekte werden im Rahmen der „Landesinitiative „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Sie erproben gemeinsam mit Unternehmen aus Handwerk und Dienstleistung, mit Gesundheitsexpertinnen und Experten sowie den regionalen Akteuren aus Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz innovative Arbeits- und Gesundheitsschutzkonzepte. Ziel ist es, Unternehmen in ihrem Gesundheitshandeln und in ihrer Präventionskultur zu unterstützen. Im Zentrum stehen dabei die Förderung des betrieblichen Gesundheitshandelns und die Schaffung einer betrieblichen Präventionskultur, an der die Beschäftigten aktiv mitwirken.
NewsletterIn regelmäßigen Abständen informieren wir die projektbeteiligten Unternehmen und Institutionen über die Fortschritte im Projekt. Wir stellen unser Netzwerk und z. B. Unfallschwerpunkte oder Gesundheitsgefahren vor. Möchten auch Sie regelmäßig über die genannten Themen informiert werden? Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Newsletter" an
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Über das Projekt LernBauNet
Ausgangslage:
Sichere und gesunde Arbeitsplätze leisten wichtige Beiträge dazu, unsere Volkswirtschaft konkurrenzfähig zu halten und den Sozialsystemen zusätzliche Lasten zu ersparen. Lassen Sie sich auf diesen Internetseiten davon überzeugen, dass gerade Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auch in Zeiten von Globalisierung und internationalem Wettbewerb kein Luxus sind.
Im Hinblick auf Arbeitsunfälle und arbeitsbedingten Erkrankungen ist die Bauwirtschaft ein Wirtschaftssektor mit hohen gesundheitlichen Risiken für die Beschäftigten, die zudem im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen wegen der konjunkturellen Schwankungen auch ein höheres ökonomisches Risiko tragen. Die Stärkung individueller Kompetenzen, die Verbesserung der Qualifikationen sowie die Verbesserung der Kooperationsfähigkeit sichern die Beschäftigungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sind für die Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit erhalten, stärken und verbessern die Beschäftigungsfähigkeit, erhöhen die Qualität der Arbeitsausführung und verbessern damit die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Die in der Bauwirtschaft dominierenden kleinen und mittelgroßen Unternehmen sind wegen fehlender personeller, finanzieller und qualifikatorischer Ressourcen bei der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz auf besondere Unterstützungsmaßnahmen sowie praktischen Lösungen für Sicherheit und Gesundheit jenseits von allzu großer Bürokratie angewiesen. Hierzu soll das Vorhaben beitragen.
Projektziele:
Das Vorhaben „LernBauNet“ dient der Entwicklung von bedarfsgerechten und praktikablen Instrumenten zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit für die Beschäftigten in der Bauwirtschaft. Anzuknüpfen ist dabei an die im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) bestimmten Schwerpunkte „Vermeidung von Unfällen“, „Muskel- und Skeletterkrankungen am Arbeitsplatz“ sowie „Hautschutz“. Hierbei soll das bestehende, gut etablierte regionale Netzwerk als Multiplikator für die Projektunternehmen genutzt werden. Es sollen dabei die Themen „Gender“ und „Migranten“ verstärkt in der Projektarbeit mit den Firmen und Beschäftigten berücksichtigt werden, deren Ziel es ist, die Beschäftigungsfähigkeit durch Qualifizierungsmaßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz zu verbessern.
Instrumente:
In dem Netzwerk LernBau wurde bereits eine Reihe von positiv bewerteten Instrumenten entwickelt, welche für die neuen Bereiche „Hochbau, Abriss, Bauen im Bestand“ zu überprüfen und anzupassen sind. Des Weiteren sind für diese Bereiche neue Instrumente zu entwickeln
Entwicklung eines Schulungs- und Qualifikationsprogramms zum Arbeitsschutz in der Bauwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Bau ABC und der Handwerkskammer Bremen. Zielgruppen: Auszubildende, Beschäftigte mit Migrationshintergrund, Führungskräfte. Einbeziehung von Architekt/innen.
Entwicklung und Einführung von praxisorientierten Führungssystemen für KMU im Arbeitsschutz (Arbeitsschutzmanagement). Entwicklung und Überprüfung von praktikablen Indikatoren (Arbeitsunfälle, arbeitsbedingte Erkrankungen, Analyse „kritischer Ereignisse“).
Methodik:
Ansatzpunkt ist die regionale Bauwirtschaft. In den Pilot-KMU werden bestehende Zielvorstellungen und Handlungsstrategien zum Arbeitsschutz erhoben (Interviews). Mit den Beteiligten werden in der Begleitung von fünf längerfristigen Bauvorhaben (> 4 Wochen) sowie bei sog. Tagesbaustellen gesundheitsfördernde Interventionen entwickelt, erprobt und bewertet.
Transfer und Nachhaltigkeit:
Das Projektvorhaben LernBauNet setzt von seiner Strategie und Konzeption vordringlich auf Nachhaltigkeit und Transfer der Projektergebnisse. Dabei bildeten insbesondere die Multiplikatoren in einem Mehrebenenansatz die Grundlage dafür, dass es über das Projektende hinaus zu einem selbst tragenden Sicherheits- und Gesundheitsmanagement, bei den Beschäftigten, in den Firmen, dem Netzwerk sowie möglichst auch auf politisch-verbandlicher Ebene kommt. In dem Spannungsfeld der verschiedenen Akteure, Ressourcen und Ansprüche für Sicherheit und Gesundheit ist das Vorhaben LernBauNet angesiedelt. Hier stehen die beteiligten Firmen, die Modellbaustellen sowie die Sozialpartner als Multiplikatoren im Fokus des Transfers und der angestrebten Nachhaltigkeit. Für die nachhaltige Transferpolitik über das Projektende hinaus ist beispielsweise die Moderation durch ein Netzwerkkonsortium (Firmenvertreter, Sozialpartner, Verbände sowie Arbeitsschutzakteure) sinnvoll, das die Arbeit und den Instrumenteneinsatz fundiert fortführt. Der nachhaltige Transfer wird dabei durch Schulungskonzepte sowie -unterlagen für die Teilnehmer, dem Internetportal (dessen Inhalte periodisch curricular zu überprüfen und aktualisieren sind) sowie durch Andockungen an bestehende Internetportale langfristig gesichert. Weitere Nachhaltigkeitsstrategien werden im Projekt angestrebt.
Eine Kurzfassung des LernBauNet-Projekts erhalten Sie hier als pdf-Datei
Projektpartner 
Kröger Bauunternehmung
| Cantimur Bau GmbH | 
Heinrich Baasen Bauunternehmung |  Bremer Baugesellschaft Schmidt & Co. KG | 
Stickelmann und Heldt Dachdeckermeister GmbH |  Heitmann GmbH | 
MAKU Gerüstbau |  ATI Bremen | 
J. Kunert GmbH
|  Stehmeyer und Bischoff | 
Zerbe Ingenieurbüro | Bauzimmerei Bellmer |
Betriebliche Multiplikatoren

JELABAU Bauunternehmen GmbH | 
Firma Winkler KG (GmbH & Co) | 
Arcelor Mittal | 
hanseWasser Bremen | 
Matthäi Bauunternehmen GmbH & Co KG
| 
Wolfgang Heineking | 
Hanseatische Straßen- und Tiefbau GmbH | 
Cassens Rohrleitungsbau GmbH | 
Brema Straßen- und Tiefbau | 
bsag AG | | |
Einrichtungen und Netzwerkpartner

Handwerkskammer Bremen
|  HandWERK gGmbH Bremen
| 
Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen |  Bau ABC Rostrup, Bad Zwischenahn | 
Gewerbeaufsicht des Landes Bremen |  Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft BG BAU |
Arbeitsmedizinischer Dienst der BG BAU |  Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) | 
Innungskrankenkasse Nord (IKK Nord) | |
Projektleitung
Universität Bremen | 
ZeS - Zentrum für Sozialpolitik |
Förderer | Das Kooperationsprojekt „LernbauNet“ wird von Juli 2009 bis Juni 2012 durch die Europäische Union aus dem europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie durch die Senatorin für Frauen, Arbeit, Gesundheit, Jugend und Soziales des Landes Bremen gefördert. |

Europäische Union- Europäischer Fonds für regionale Entwicklung |
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Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales |  bremer arbeit GmbH
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Projekte der
Bremer Landesinitiative "Arbeits- und Gesundheitsschutz"
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